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Das restaurierte Jesuitenportal Koblenz

Baujahr 1617
Material: Weiberner Tuff mit Fassungsresten
Restaurierung 2009

Mitarbeit:
Stefanie Pung, Bildhauerarbeiten
Stefan Stein, Steinmetz (Brachtendorf) – Neuanfertigung der Schweifgiebel
Dachdeckermeister Volker Fiebiger (Thür) – Gerüstbau, temporäre Wintereinhausung
Zeliha Bayram, Lena Kunz: Praktikantinnen (Studentinnen der Restaurierung, HAWK Hildesheim)

Das Portal wurde in der Vergangenheit mehrfach renoviert und restauriert. Bei Steinaustauschungen im 19. und frühen 20. Jh. wurden einzelne Details wie z.B. die Säulenpostamente stark verändert, wie historische Fotos zeigen.
Das Portal wurde immer wieder mit Ölfarbe überstrichen, um Flecken und Verschmutzungen zu überdecken. Viele bildhauerische Feinheiten waren deshalb nicht mehr erkennbar.

Die Anstriche wurden mittels Lösungsmittelpasten und Mikrodampfgerät abgenommen.
Risse wurden durch Injektionen geschlossen, einige stark verwitterte Steine mussten ausgetauscht werden.
Die Skulpturen wurde durch kleinere Ergänzungen komplettiert.
Stark verwitterte Bereiche wurden durch eine Kalkschlämme geschützt, abschließend erhielt das gesamte Portal einen Kalkanstrich als „Verschleißschicht“.
Um das sehr empfindliche Tuffgestein vor Witterung zu schützen, wurde ein Schutzdach angebracht.

Img 3030: Foto Wolfgang Kaiser, Burgbrohl