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Festigung

Auch wenn man glaubt, Steine seien für die Ewigkeit – je nach Gestein, Standort und entsprechenden Witterungseinflüssen kann es zu erheblichen Festigkeitsverlusten kommen. In der Steinkonservierung sind heute verschiedene Tränkungsstoffe im Gebrauch, die die Festigkeit des Gesteins wieder verbessern. Wichtig ist auch die Auswahl des richtigen Tränkungsverfahrens - es muss an Saugverhalten und Verwitterungstiefe des Gesteins angepasst sein. Bei schlechtem Saugverhalten ist eine Tränkung mittels Kompressen oder in einem Bad nötig.

steinfestigung an einer Skulptur mittels Kompressentränkung und einbringung per Spritzflasche
Zwei Tränkungsverfahren: Festigung mittels Kompresse und Spritzflasche

 

Schalenhinterfüllung, Rissinjektion

Oberflächenparallele Schalen sind ein typisches Schadensbild bei Sandstein. Sedimentgesteine neigen zum „Aufschiefern“ entland der natürlichen Schichtung.

Bei kleineren Schalen mit größerer Spaltbreite genügt die Kapillarkraft, um die Hinterfüllmasse einzubringen:

Schalenhinterfüllung mittels Medizin-Spritze und Dentalspatel

 

Drucklose Schalenhinterfüllung an einem Epitaph aus Eifelsandstein

Tiefergehende und enge Risse müssen per Druckinjektion gefüllt werden. Dazu werden spezielle „Packer“ aufgeklebt und der Riss so verdämmt, dass die Injektionsmasse nicht an der Oberfläche austreten kann. Die Injektionsmörtel enthalten feine Füllstoffe, Dispergiermittel sowie ein an das Gestein angepasstes Bindemittel. Möglich sind kolloidale Kieselsäuredispersion, dispergiertes Kalkhydrat, Microzement oder Reaktionsharz. Nach der Injektion werden Packer und Verdämmung entfernt und der Riss wird speziellen Feinkittmassen geschlossen. Bei Sandstein erfolgt oft noch eine Nachfestigung mit Kieselsäureester.

vor, während und nach der Rissinjektion mittels Klebepackern und Medizin-Spritze
Druckinjektion mit Klebepackern (Stifterfigur am Epitaph „Werner und Georg von der Leyen“, 1534, Trierer Domkreuzgang)

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